Ärztlicher Bereitschaftsdienst

Seit 2004 bin ich im Rahmen des von der KVB (Kassenärztliche Vereinigung Bayerns) organisierten Bereitschaftsdienstes – BSD – in Freising tätig. Seit dieser Zeit hatte ich weit über 10.000 Kontakte zu Klienten mit den unterschiedlichsten gesundheitlichen wie psychischen Problemen, die wenige Tage bis über 100 Jahre alt waren.

Für wen ist der Ärztliche BSD?

Immer dann, wenn ein Klient wegen einer akuten Situation – z.B. Erkältung, Rücken- oder Gelenkschmerzen, Magen-Darm-Störungen… –  seinen Hausarzt bräuchte, diesen aber wegen Mittagspause, bei Nacht, am Wochenende bzw. wegen Urlaubs nicht erreicht, gibt es einen Arzt, der für diesen BSD eingeteilt ist. Außer Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr gibt es immer einen zuständigen Arzt.

Kontaktieren Sie aber immer zuerst Ihren Hausarzt, dort werden Sie – ggf. auf dem Anrufbeantworter – weitere Informationen erhalten – z.B. über Vertretung am Nachmittag bzw. im Urlaub…

Wie findet die Kontaktaufnahme zum Ärztlichen BSD statt?

Der Klient bzw. die Angehörigen oder Betreuer, wählen die deutschlandweit einheitliche Nummer 116 117 (aus allen Netzen!!!) und werden dann mit der Vermittlungszentrale verbunden. Diese leiten den Kontakt an den diensthabenden Arzt weiter bzw. nennen Praxiszeiten, wie dies in der Regel am Wochenende vorgesehen ist. Außerhalb der speziellen Praxiszeiten nimmt der Arzt mit dem Klienten Kontakt auf (dies kann organisationsbedingt auch bis zu zwei Stunden dauern!), um mit dem Klient einen Hausbesuch oder individuellen Praxistermin zu vereinbaren.

Evt. können Sie uns unter folgenden Nummern dirket erreichen:

Dr. med. Markus Gollmann 0172 – 73 00 936

Dr. med. Michael Hannemann 0178 – 52 69 810

Wie lange können Wartezeiten sein?

Da zum BSD-Bereich Freising – FS05 – auch die Gemeinden Marzling, Eittinger- und Schwaigermoos, Kranzberg, Allershausen und Kirchdorf (einschließlich vieler Dörfer und Gehöfte) gehören und somit weit über 60.000 Menschen zu betreuen sind, kann es bei entsprechendem Aufkommen auch zu mehreren Stunden Wartezeit kommen, bis es zum persönlichen Arzt-Klienten-Kontakt kommt.

Daher gibt es für ernsthafte, lebensbedrohliche Situationen die Vermittlungsstelle des Roten Kreuzes unter 112, welche den Rettungsdienst mit Notarzt beordern, die dann meist innerhalb weniger Minuten vor Ort sind.