Spirituelles und Glück

Innerer Frieden

Jeder Mensch braucht – wie Essen und Trinken – genauso notwendig eine spirituelle Basis, die ihn hält und trägt in guten wie in trüben Tagen. Dabei können Leid, Not und Krankheit wichtige Stationen sein, um einen spirituellen Prozess in Gang zu setzen. So braucht nicht alles, was wir als schmerzhaft erleben auch wirklich leidvoll bleiben. Wenn wir immer wieder hinterfragen: „Was kann ich daraus lernen? Schmerz, was willst Du mir zeigen?“ oder ganz allgemein: „Was ist für dieses Leben meine Aufgabe? Was ist der nächste Schritt?“, so erhalten wir mit Sicherheit eine passende Antwort.

Nicht immer in deutlichen Worten, manchmal nur als ein Bild, eine Eingebung, eine Vorahnung. Es gehört dann schon manchmal Mut dazu, diesem Impuls zu folgen, wenn der Kopf einem etwas anderes sagt. Es entspricht auch nicht immer den Vorstellungen oder Wünschen des persönlichen Umfeldes, wenn wir unserer Intuition folgen. Doch je häufiger wir fragen, um Antworten bitten, dafür danken (beten) und diesen dann folgen, umso deutlicher werden die Impulse und umso sicherer bzw. kraftvoller werden wir unserem Weg gehen.

Jeder hat sein Glück in der Hand

Es ist und bleibt eine tägliche Aufgabe, manchmal auch eine Herausforderung, den eigenen spirituellen Weg zu erkennen und zu gehen. Dieser Weg ist ein Weg in die Einheit, weg von der Illusion der Trennung. Im Ursprung unseres göttlichen Kernes sind wir alle EINS und miteinander verbunden – so wie die Lichtstrahlen der Sonne alle aus einer Quelle stammen. Nicht nur mit allen Menschen, sondern mit allen Tieren, Pflanzen, Gesteinen, Gestirnen… sind wir verbunden. So gewinnt die sog. „Goldene Regel“ noch eine andere Betrachtungsweise: „Alles was Ihr von anderen erwartet, das tut auch Ihnen.“ (Matthäus 7,12). Oder „Was Du nicht willst, das Dir man tut, das füg auch keinem anderen zu.“ Wenn sich ein Mensch über einen anderen ärgert, dann trifft das nicht nur den anderen, sondern auch ihn selbst. Er verletzt sich mit den schlechten Gefühlen selbst und drückt unter Umständen mit seinem schlechten Urteil aus, was er über sich selbst denkt. Wenn ein Mensch dieses Spiegelgesetz erkennt, kann er diese Situation nutzen, seine Fehler durch das DU zu erkennen und dem DU dafür sogar noch dankbar sein. Schwupp, schon ändert sich eine schlechte in eine gute Grundstimmung, die Kraft und Energie gibt, die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen zu meistern.

Denken Sie sich gesund

Glück ist nicht nur etwas, was einem zufällt. Glück ist auch eine Frage der Einstellung. Ich möchte keinen Hehl daraus machen, dass auch mir es nach langer Praxis oft nicht gelingt, so zu denken und so zu fühlen. Aber diese Betrachtungsweise hat mir schon manchmal und sehr früh geholfen, Krisen zu überstehen und überhaupt zu überleben. Wie Religionsforscher bewiesen, haben gläubige Menschen ein geringeres Risiko für beispielsweise Bluthochdruck, Herzerkrankungen oder gar Depressionen. Außerdem sind sie weniger suchtgefährdet und haben ein stärkeres Immunsystem. Interessant ist auch die Beobachtung, dass verordneter Glaube eher das Gegenteil erreicht. Die Entscheidung zum Glaube sollte daher von innen kommen.

Ich sehe meine Aufgabe als Arzt weniger darin, Ihren spirituellen Weg aufzuzeigen. Ich möchte Ihnen aber das Vertrauen vermitteln, dass Sie selbst in der Lage sind, vieles in Ihrem Leben zu meistern und dass Sie in der göttlichen Kraft die stärkste Unterstützung haben, die es für Sie überhaupt geben kann.

Glaube versetzt Berge

Noch zwei wichtige Elemente sind aus meiner Sicht in der spirituellen Praxis wichtig: Demut und Dankbarkeit. Demut, die Dinge im Leben anzunehmen, wie sie sind. Demut auch meinen Eltern gegenüber für das Schicksal, welches sie zu tragen haben bzw. hatten. Dankbarkeit sowohl für die schönen Dinge des Lebens, die nie selbstverständlich sind, wie die Luft zum Atmen, die täglichen Kostbarkeiten, welche mich nähren, die Sonne, den Regen, das Zwitschern der Vögel… Und nicht zuletzt die Dankbarkeit für das Geschenk des Lebens an meine Eltern: „Ihnen zur Ehre mache ich etwas daraus“.

Machen auch Sie das Beste aus Ihrem Leben, egal wie es bisher verlaufen ist oder was Sie im Moment gerade bedrückt. Fragen und suchen Sie nach der Quelle, die Sie speist und labt. Einen Teil dieser Quelle finden Sie in sich selbst. Es gibt aber auch Quellen „außerhalb“, die Sie um Hilfe und Unterstützung bitten dürfen.

Ich wünsche Ihnen alles erdenklich Gute und Gottes Hilfe auf Ihrem Weg.

Ihr Dr. Markus Gollmann